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"Abschied ist kein scharfes Schwert..."

Nach 5945 Tagen als bezirkliche Frauenbeauftragte, davon die letzten rund 1000 Tage im fusionierten Bezirk Steglitz-Zehlendorf, macht Jutta Arlt den Weg frei für Jüngere.

Hier in Steglitz-Zehlendorf ist die Welt noch in Ordnung. Beauftragte für besondere Problematiken sind hier nicht notwendig. "Beauftragte" produzieren eher Probleme, als dass sie sie beseitigen, so die langläufige Meinung in Politik und Verwaltung. Da kann man/frau sich vorstellen, dass eine Beauftragte für Frauen in Steglitz-Zehlendorf es nicht leicht hat. Als erste Frauenbeauftragte für den Großbezirk Steglitz-Zehlendorf, als Nachfolgerin von Sigrid Mazur, hatte Jutta Arlt eine Menge fusionsbedingte Hindernisse aus dem Weg zu räumen, alte Seilschaften aufzubrechen und neue Netzwerke zu knüpfen.

Dabei ist die Funktion der bezirklichen Frauenbeauftragten im §23 des Berliner Landesgleichstellungsgesetzes in der Fassung vom 10. Juni 1998 verankert. Grundsätzliche Aufgabe der bezirklichen Frauenbeauftragten ist es, die tatsächliche Umsetzung der Gleichberechtigung von Frauen zu fördern und durchzusetzen. Schwerpunkte setzte Jutta Arlt in der Qualifizierung- und Beratungsarbeit für Frauen. Auch die Kulturarbeit wurde weiter von Ihr ausgebaut. Jetzt geht Frau Arlt in den Ruhestand. "Ich blicke vor allem mit Dankbarkeit zurück auf die vielen menschlichen Begegnungen in 14 ½ Jahren im Bezirk Zehlendorf, auf das Vertrauen, die Unterstützung und die tiefen Einblicke, die mir Frauen gewährt haben und die mich geprägt haben. Ich blicke auch mit Stolz auf unterdessen selbstständige Strukturen für Frauen zurück, die ich mit angeregt habe." so Frau Arlt.

Am Montag, den 23. Juni 2003 wird sie offiziell von Herrn Stadtrat Erik Schrader verabschiedet. "Abschied ist kein scharfes Schwert..."