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Der Botanische Garten - ein Portrait
Ausstellung in der Galerie Classico
Lernen gilt landläufig
eher als anstrengend. Doch für den Botanischen Garten gilt das
nicht: Hier kann man lernen, indem man sich erholt. So gehört der
Botanische Garten seit nunmehr gut 100 Jahren wohl zu den wichtigsten
kulturellen Einrichtungen Berlins.
Nicht zuletzt das hat Christine Baba von der Galerie Classico bewogen,
ein malerisches Portrait dieses Gartens für ihre Galerie erstellen
zu lassen. Dazu lud sie im August 2011 sechs Künstler aus
drei Ländern ein.
Die Abbildungen zeigen Ausschnitte aus den Orinialbildern.

Nachmittag im Botanischen Garten
Pekka Hepoluhta (FI) verdichtet die Dinge in höchster
Konzentration auf ein Wesentliches hin. Feinste Nuancen bei
Wasserspiegelungen, Vegetation, die wie ein Dach über dem
Betrachter hängt : Alle Szenerien werden zu besonderen
Seherlebnissen. Hepoluhta beweist dabei, wie wirkungsvoll die Kunst des
Weglassens sein kann.

Dunkle Spiegelung
Hartmut Jammer entlockt dem Teich eine geheimnisvoll
rötlich schimmernde Tiefe in der Spiegelung und macht die Spannung
zwischen Gartenanlage und natürlichem Wachstum zum Bild.

Blick über den Seerosenteich
André Krigar zeigt Bilder, welche über ein
bloße Abbilder weit hinausgehen: Der weite Blick über den
Seerosenteich, das japanische Teehäuschen sind keine bloßen
Motive mehr, sondern führen zu gültigen Kompositionen, fern
aller Zufälligkeit. In den Bildern Krigars gewinnt auch der Mensch
eine besondere Rolle, sei es als Gestalter, sei es als Besucher des
Gartens.

Dalien
Diether Münchgesang stellt in pastoser Malweise die farbige
Wucht kraftstrotzender Dahlien dar und feiert den Überschwang
reifer Tabakpflanzen.

Anemonen
Heinrich Ilmari Rautio (FI) widmet sich den Farben der Blumen:
Das zarte Weiß der Anemonen, das sonnig strahlende Gelb der
Ligularien , sie ergießen sich in einem solchen Schwall über
die Leinwand, dass für den Betrachter nichts anderes mehr als
Farbe zu existieren scheint.

Der Gartenschlauch
Yuri Romanov (RU) endlich vertraut dem luftig-leichten Aquarell
die Aufgabe an, das ausufernde Grün mit dem Rosa der Wege zu
versöhnen. Sein spielerische Umgang mit der Farbe geht mit einem
sicheren Pinselstrich einher, doch bloße Effekthascherei ist
Romanov fremd.
Es erscheint ein Katalog mit 42 Abbildungen.
Vernissage: Sa 3.12.2011, 19 Uhr:
William Warmstedt liest Einstimmungen aus seinem Buch "Taxi Storys, Geschichten aus Berlin".

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