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Mit der Tram nach Steglitz

Straßenbahnen gehören heute wieder zum guten Ton. Großstädte wie Paris und London setzen mit neuen Tramlinien auf einen zukunftsfähigen, weil effizienten öffentlichen Personennahverkehr. In Berlin dagegen ist die Diskussion um die Netzerweiterung in den Westteil der Stadt vor Jahren zum Erliegen gekommen.

Systernvorteile der Straßenbahn:
  • Kürzere Reisezeit
  • Nachhaltigkeit
  • Wirtschaftlichkeit
  • Rückgewinnung von Straßenraum

Das studentische Projekt »Busersatzverkehr« am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin hat sich auf die bestehende Buslinie M48 fokussiert, die derzeit zwischen Alexanderplatz und Rathaus Steglitz (bzw. Zehlendorf, Busseallee) verkehrt. Um der Komplexität des Themas gerecht zu werden, hat die Machbarkeitsstudie keine rein verkehrswissenschaftliche Ausrichtung.

Die Studie umfasst eine umfangreiche Literaturrecherche, ein Betriebsprogramm für die Bedienung der Strecke, eine Entwurfsplanung für den gesamten Korridor, eine Kostenschätzung der infrastrukturmaßnahmen, eine Verkehrsprognose, Aussagen über die volks- und betriebswirtschaftliche Bewertung und wirft Fragen zu sozioökonomischen Auswirkungen von Verkehrsprojekten auf. Insbesondere die verkehrliche Bewertung des Vorhabens unterstreicht die hohe Relevanz und Aktualität dieser Studie. Denn sie zeigt, dass auch die neue Konzipierung einer Straßenbahntrasse im Bestand möglich ist und zur deutlichen Verbesserung der städtischen Räume und deren Erreichbarkeit beitragen kann. Die Machbarkeitsstudie konnte zudem zeigen, dass es in Berlin einen Bedarf an einer Netzerweiterung des Straßenbahnnetzes in den Westteil der Stadt gibt. Mit mehr als 145.000 Fahrgästen täglich könnte eine Straßenbahnlinie von Falkenberg nach Rathaus Steglitz einen wichtigen Beitrag zur Verschiebung des Modal Splits zugunsten des ÖPNV leisten.

Für die Stadtquartiere entlang der Trasse könnte eine Straßenbahnplanung zur Aufwertung des Straßenraumes beitragen, die Kfz-Belastung reduzieren, das Nahverkehrsangebot stärken und das Mikroklima verbessern.

Die Investitionskosten sind angesichts der Vielzahl an positiven Effelkten für die Nahverkehrsnetzes sehr moderat.


Mehr Informationen:

Ein Kompaktbericht stellt die zentralen Ergebnisse der Studie für Steglitz vor. Diesen und detaillierte Hintergrundinformationen finden Sie auf der internetseite www.busersatzverkehr.de.

Marion Laube
Vorsitzende des VCD Nordost
Aus VCD-Rundbrief Winter 2008/09, www.vcd-nordost.de

 


 

2. März 2009: Bericht aus der Berliner Morgenpost von Katrin Lange
Studie: Tram zurück in die Schloßstraße
Jetzt soll die Straßenbahn wieder in den Bezirk ihrer Jungfernfahrt zurückkehren: Studenten der Technischen Universität haben in dem Projekt "Eine Straßenbahn für den Südwesten Berlins" die Inbetriebnahme untersucht - eine Studie, die jetzt im Bezirk für eine kontroverse Debatte sorgt.
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Detailierte Informationen zum studentischen Projekt Busersatzverkehr am Institut für Stadt- und Regionalplanung der TU Berlin finden Sie unter www.busersatzverkehr.de.

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Straßenbahn auf der Schloßstraße
Die Linie 44 auf der Schloßstraße

Straßenbahn auf der Schloßstraße
Straßenbahn nähe Titania-Palast 1953

Straßenbahn in der Schloßstraße
Straßenbahn Nr. 74 bei Wertheim  1953

Stzraßenbahn in Steglitz
Verabschiedung der letzten 74  im Jahr 1963

Straßenbahn auf der Schloßstraße
Straßenbahn auf der Schloßstraße vor Leiser

Straßenbahn in Steglitz
Einbau der Straßenbahnschienen  vor dem Bornmarkt in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts (heute Forum Steglitz)

Alle Fotos aus dem Archiv des Steglitz-Museum
www.steglitz-museum.de